Informationsbesuch bei SUPPORT AFRICA in Nassau, 08.02.2010

Am 08.02.2010 besuchte der Landtagsabgeordnete Frank Puchtler (SPD) den neuen Standort von SUPPORT AFRICA, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Im Laufe des Gesprächs fand ein reger Gedankenaustausch mit dem Vorstand von SUPPORT AFRICA, Prof. Dr. B. Pfeiffer, Dorothée Grebe, Friedrich Röhrig, über die Zweckmäßigkeit und Relevanz der Entwicklungshilfe statt. Übereinstimmung bestand in der Notwendigkeit sowohl der direkten Hilfe für notleidende Menschen in der Dritten Welt als auch der Förderung der Entwicklung in diesen Ländern. Beide Unterstützungsmaßnahmen, Direkthilfe und Entwicklung gehen oft Hand in Hand! Prof. Pfeiffer wies darauf hin, dass sich SUPPORT AFRICA überwiegend auf die Entwicklung konzentriert, da dies langfristig die kontinuierliche Sicherung für ein Land bedeutet. 

Nachdem verschiedene Möglichkeiten zur Entwicklung eines Landes diskutiert wurden, stand die Strategie von SUPPORT AFRICA im Mittelpunkt der Diskussion. SUPPORT AFRICA fördert junge Universitäten, damit diese qualifiziertes Fachpersonal ausbilden können, das im eigenen Land eingesetzt wird. Besonderes Augenmerk wird auf die Fachbereiche Medizin, Agrarwirtschaft und Naturwissenschaften gelegt, die in ihren Grundausstattungen sehr kostenintensiv sind. 

Dorothée Grebe und Friedrich Röhrig wiesen auf die bereits etablierten Einrichtungen in Kenia, Uganda und Ghana hin. Dort entstanden mit Hilfe von SUPPORT AFRICA sechs Kliniken. Dies war Basis zur Errichtung zweier Fakultäten für Medizin und Zahnmedizin. SUPPORT AFRICA hat es sich zum Ziel gesetzt, einen Gürtel von Krankenhäusern quer über den afrikanischen Kontinent zu errichten. In der Planung sind weiterhin Kliniken im Osten des Kongo und in Kamerun vorgesehen. 

Frank Puchtler stellte fest, dass die Entwicklung unseres Landes u.a. auf qualifizierte Ausbildungsmöglichkeiten an Schulen, Fachhochschulen und Universitäten zurückzuführen ist. Er begrüßte daher die Strategie von SUPPORT AFRICA und möchte sich bei Institutionen für die Projekte einsetzen.